Workshop mit Birte Opitz und Lilian Schwerdtner
Laut werden und sich Gehör zu verschaffen, ist generell eine Herausforderung für FLINTA*. Das gilt erst recht bei sexualisierter Gewalt. Denn gerade der Körper wird bei sexualisierter Gewalt attackiert, Körpergrenzen gegen den eigenen Willen überschritten, Intimität verletzt, die Stimme bleibt im Hals stecken. Betroffene werden häufig aufgefordert, „das Schweigen zu brechen“ – doch oft begegnen ihnen dann Schweigen oder negative Reaktionen. Tatsächlich kann es bei der Verarbeitung des Erlebten helfen, die eigene Stimme und das eigene Selbstvertrauen wiederzufinden. Als Podcasterinnen zum Thema sexualisierte Gewalt kennen Birte Opitz und Lilian Schwerdner diese Auseinandersetzung und das Ringen darum, sanfte, passende, selbstermächtigende Worte zu finden, die nicht erneut verletzen, sehr gut.
Wie lässt sich also wieder in Kontakt treten mit dem eigenen Körper und der eigenen Stimme? Welche selbstermächtigtenden Wörter können gefunden werden? Wie können Betroffene den Raum einnehmen, der ihnen zusteht? Und wie kann man Betroffene als Außenstehende unterstützen und ein offenes Ohr anbieten? Gemeinsam mit den Workshopteilnehmer*innen werden Strategien entwickelt, wie wir uns zu selbstermächtigendem Sprechen über sexualisierte Gewalt ermutigen können. Der Körper der Teilnehmerinnen* wird mit einbezogen, wenn es um das Finden und Erheben der eigenen Stimme geht. Neben Inputs, Diskussionen und Zeit für eigene Reflexionen, werden wir uns sowohl auf experimentelle Übungen aus der Tanz-, Körper- und Stimmarbeit einlassen, sowie Übungen aus der feministischen Selbstbehauptung verwenden. Es wird sowohl achtsam und verletzlich, als auch laut und kraftvoll werden.
Der Workshop findet im Rahmen des Projektes „Was mich nicht schlafen lässt…“ des bbk Berlin statt.
Ort • Place: frizzforum, Raum 2.1 (2. Etage), Friedrichstraße 23, 10969 Berlin
Gerne mitbringen: Bequeme Kleidung und Turnschuhe, Trinken&Snack, eigenes Notizbuch